Milch und Proteine

Mit bis zu 3,5 % Protein ( 80 % Casein und 20 % Molkenprotein), 19 Aminosäuren ( Inclusive aller 8 essentiellen Aminosäuren) und dem Insulin like Growth Faktor ( langkettige Moleküle aus 70 Aminsosäuren) gelten Milch und Milchprodukte als gute Proteinlieferanten. Zudem sind sie Kohlenhydrat – und Fettarm. Dazu reich an Kalzium. Es ist kein Wunder, dass viele Menschen beherzt zu Milchprodukten greifen. Wenn sie diese vertragen…..

Casein ist das “ Gluten“ der Milch. Es ist ebenfalls stark Allergen und kann auch nicht von jedem Menschen optimal verdaut werden. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Casein

Die Insulin like Growth Factor  ( IGF) klingen schon “ ungut“, wenn man die Kehrseite des Insulins kennt. => https://kleckerkleinundliebelein.wordpress.com/2016/03/11/der-suesse-zucker/

Bodybuilder profitieren zwar davon, allerdings fördern IGF auch das Wachstum “ böser “ Zellen. Vor allem kindliche Hirntumore, Brust-  oder Prostata Krebs werden in diesem Zusammenhang genannt. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Insulinähnliche_Wachstumsfaktoren

Proteine , lassen sich gut durch Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse,  Kerne  und Saaten aufnehmen. Am besten als bunte Mischung zur Vervollständigung des Aminosäureprofils.

Als gute Alternative gilt auch Soja ( Hülsenfrucht). Allerdings „stört“ nicht nur das “ Genmanipulationsproblem“ sondern auch der Gehalt an Phytoöstrogenen. Diese “ chemisch unechten “ Moleküle haben eine Östrogene ähnliche Struktur und können Östrogene Rezeptoren besetzen. So wirken sie entweder antiöstrogen oder östrogen. Die in der Nahrung üblicherweise aufgenommen Menge an Phytoöstrogenen gilt als unbedenklich. Lediglich die Suplemetierung über Nahrungsergänzungsmittel gilt bisher als kritisch. https://de.wikipedia.org/wiki/Phyto%C3%B6strogene

Durch die “ Turbo“ Produktion von Milch,  bei der die Kühe gleichzeitig trächtig sind und Milch geben, finden sich einige Hormone in der Kuhmilch, darunter auch “ richtige “ Östrogene. Die eine viel stärkere Wirkung als Phytoöstrogene haben. Durch die massenhafte Milchproduktion können weitere unerwünschte Substanzen in die Milch gelangen, z.B. durch Futtermittel, Medikamente oder aufgrund einer Euter Entzündung.

Da bleibt nur noch Kalzium als positiver Inhaltsstoff. Durch die gleichzeitige Aufnahme an tierischem Protein und der damit verbundenen latenten Übersäuerung des Organismus, bietet der hohe Gehalt an Kalzium dennoch keine Vorteile.

Osteoporose:  Die Universität Harvard teste 75.000 Frauen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinsichtlich der Wirkung von Milch auf ihre Knochen. Wie sich zeigte, verbesserte die Milch die Widerstandsfähigkeit der Knochen nicht, sondern wurde sogar mit einer Erhöhung des Risikos für Knochenbrüche in Verbindung gebracht. Mediziner erklären diese Tatsache damit, dass der Organismus aufgrund des Milchkonsums übersäuert. Der Körper muss die Säure mit Kalzium aus den Knochen neutralisieren – das Resultat ist Osteoporose.“ https://rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/wie-milch-krank-macht_aid-12674939″

Kalziumreiche pflanzliche Lebensmittel sind vor allem grüne Gemüse, wie Brokkoli, Grünkohl oder grüne Bohnen. Aber auch Mineralwasser oder angereicherte Ersatzprodukte

Hier eine Übersicht: https://www.petazwei.de/13-sehr-gute-vegane-kalziumquellen

Wenn Milch, dann bitte BIO

 

 

 

Der „Proteinbedarf “ Ist ein spannendes Thema. Und auch für die Lebensmittel Industrie Mega interessant. Derzeit boomt die Werbung mit Proteinen. Vor allem, weil die Kohlenhydrate als Dickmacher gelten. Und Fett hat seit Jahren schon einen schlechten Ruf.
Es ist schon wahr: Proteine begünstigen eine schlanke Figur. Schnelle Abnehmerfolge beruhen zunächst jedoch darauf, dass sich die Kohlenhydrat Speicher, inklusive gebundenem Wasser, leeren.
Dennoch macht eine kohlenhydratarme Ernährung eher schlank. Das liegt nicht nur an dem Kalorienverlust (Wärme) im Stoffwechselgeschehen der besonders bei Proteinen recht hoch ist, bis zu 30 %. Sondern auch daran, dass Proteine die Insulin Ausschüttung weniger triggern. Insulin stellt die Weichen im Körper auf ‚ Zunahme ‚. Weniger Insulin erleichtert die Fettverbrennung.
Zudem werden Proteine, die aus Aminosäuren bestehen, als Baustoff gebraucht. Und das nicht nur für Muskeln, Sehnen oder Bänder. Aminosäuren sind essentiell ( lebenswichtig) für den Organismus. Beispielsweise sind sie wesentlich am Immunsystem beteiligt. Viele Körpervorgänge brauchen Aminosäuren.
Egal ob Kraft – oder Ausdauersportler, der Proteinbedarf erhöt sich bei beiden Gruppen. Bei extremen Ausdauersport sogar stärker als vermutet. Ein Teil der Proteine wird einfach zur Energiegewinnung unter der Belastung gebraucht. Ein anderer Teil wird für weitere gesteigertere körpervorgänge benötigt.
Die DGE ( deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt etwa 0,8 g für erwachsene Menschen ohne sportliche Tätigkeit. Und dann steigt der Proteinbedarf mit der persönlichen Altivität an. Es ist schwer, da eine pauschale Empfehlung abzugeben. So etwa zwischen 1 bis 3 g pro kg Körpergewicht für wenig bis extrem Sport. Da muss sich jeder selbst einschätzen. Wer trotz gezielten Muskel Aufbau Training keine Erfolge erzielt, nimmt ggf. zu wenig Protein zu sich. Genau wie der Ausdauersportler der häufig krank ist. …
Natürlich beeinflussen weitere Faktoren dem Proteinbedarf, z.B. Wachstum oder Krankheiten. Aber auch Schwangerschaft und stillzeit.
Außer acht lassen darf man dabei nicht, dass der Prozeinbedarf eher etwas höher angesetzt wird, damit der Köper tatsächlich alle wichtigen Aminosäuren bekommt. Proteinenquellen, die alle diese Aminosäuren liefern, gelten als besonders hochwertig. Zumeist stammen diese von Tieren. Deren Eiweiß ist unserem menschlichen eben sehr ähnlich. Von solchen hochwertigen Proteinquellen braucht man dann in der Summe weniger ( um den Bedarf an allen essentiellen Aminosäuren zu decken). Doch tierische Lebensmittel bringen nicht nur gute Aminosäuren mit. Sondern vieles, was dem Körper schadet. IGF 1, Cholesterin und Purine sind bekannt. Schlechte Fette aus dem Depotfett der Tiere  Antibiotika und Hormone durch die Massentierhaltung. Und angesammelte „Chemie“ durch die Futtermittel aus der Landwirtschaft.
Und es geht locker ohne tierisches Protein.
Sojaprotein ist allein schon hochwertig. Bei den meisten anderen pflanzlichen Proteinquellen ist das Aminosäure Muster nicht vollständig. Allerdings ergänzen sich diese Lebensmittel optimal. Und eine Kombination muss nicht mehr zwingend in einer Mahlzeit erfolgen. Eine einfache Formel für die optimale Mahlzeit Gestaltung:
A Grain ( Getreide) , A Green (Gemüse) and A Been ( Hülsenfrüchte)  
( bevegt)
Wer sich abwechslungsreich und gesund ernährt, braucht auch als Veganer keinen Proteinmangel zu fürchten.
Pflanzliche Proteine belasten den Organismus insgesamt weniger als das tierische Proteine tun.
Dabei geht es nicht nur um unerwünschte Begleitstoffe ( zur Erinnerung: IGF 1, Gesättigte Fette, Hormone, Antibiotika und Chemie Rückstände) sondern auch wie „sauer“ sie Proteine verstoffwechselt werden. Tierische Lebensmittel  enthalten oft mehr “ saure“ schwefelhaltige Proteine (Aminosäuren: Methionon und Cystein).
Dazu ein kleiner Exkurs in den Säure Basen Hsudhalt:
Der Organismus ist auf einen bestimmten Ph Bereich angewiesen . dieser ist je nach Körperregionen unterschiedlich und kann auch sauer sein, um z.B unerwünschte Keime abzutöten. Das Blut jedoch darf nicht zu sauer werden, nicht weniger als 7,35. (7,35-7,45 ist der pH wert des Blutes ). 7 ist neutral, darüber ist es basisch und darunter sauer. Produkte aus dem Stoffwechsel der Proteine und Kohlenhydrate säuern das Blut allerdings an. Deshalb hat der Körper ausgeklügelte Mechanismen entwickelt, die den Blut pH relativ konstant halten. Nur bei bestimmten krankhaften oder extremen Zuständen, greifen diese nicht mehr.
Über die Ernährung kann man nicht einfach übersäuern. Allerdings sind die Mechanismen zur Pufferung für den Körper belastend. Während er die Säuen der Kohlenhydrate über die Lunge leicht los wird, schlägt er sich mit denen der Proteine stärker rum. Zum Glück können diese im Bindegewebe zwischen gespeichert werden.
Von den Proteinen stammt der Stickstoff (N2, N-=N). Dieser ist ein wesentliches Bauelenent und auch Bestandteil der DNS und Enzymen. Überschüssiger Stickstoff, der als Ammoniak ( NH3, ein Zellgift ) bzw als “ wässriges“ Ammonium ( NH4, eine Säure) anfällt, muss aber aus dem Körper herausgebracht werden. Das erfolgt über Harnstoff und Harnsäure ( purin Stoffwechsel). Diese werden in der Leber gebildet und gelangen über die Nieren in den Urin.
Die Lunge, die Leber und Nieren sind also  wesentlich am Abtransport der Säuren aus dem Körper beteiligt. Der Toleranz pH Bereich des Urins : 4,4/ 4,8 – 7, 6.
Bei zu Saurem pH wert, entfernt die Niere einen Wasserstoff (N) vom Ammonium ( NH4), es entsteht Ammoniak (NH3) der die Niere auf Dauer schädigt.
Zur Neutralisation der aus dem Stoffwechsel anfallenden Säuren sind Wasser und Mineralstoffe ebenfalls dringend nötig, z.B als bicarbonat Puffer oder Phosphat Puffer.
Dies  ist ein ganz kleiner Auszug der komplizierten Regulation und, zum besseren Verständnis, vereinfacht dargestellt. Er soll nur zeigen, wie “ anstrengend “ ein Säure Überschuss für den Organismus ist.
Leider nehmen einige Körper Strukturen Schaden dabei, z.B. Die Niere oder die Knochen. Auch altersbedingter Muskelabbau kann dem angelastet werden.
Fazit: Proteine sind lebenswichtig aber im Übermaß auch lebensfeinflich. 
Einfach gedankenlos Proteine zu konsumieren ist nicht der Gesundheit zuträglich

 

 

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2 Gedanken zu “Milch und Proteine

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