Kinder im Leistungssport

Kinder brauchen Raum und Zeit um sich zu entwickeln, um zu Toben, zu Spielen, um Freunde zu treffen und such um mal zu Faulenzen.  Diese Freizeit wird durch den Leistungssport stark eingeschränkt. Tägliche Training und der Druck ständig Leistungen bringen bzw  verbessern zu müssen,  sind für Körper und Psyche extrem belastend. Daher sollte keinesfalls zu früh oder gar gegen den Willen des Kindes damit begonnen werden.

Allerdings gibt es auch positive Aspekte. Durch den Sport können individuelle Defizite ausgeglichen werden, beispielsweise wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Der Sport fördert eine Leisgungsbereitschaft, die sich ebenfalls in der Schule positiv bemerkbar machen kann.  Viele Fähigkeiten lernen Kinder heutzutage in den Schulen nicht mehr. Der leistungsorientiertere Sport kann dazu beitragen, dass sich das Kind besser organisieren oder auch disziplinieren kann. Allerdings sollten dabei immer Alter, Reife und Naturel des Kindes beachtet werden.

Der Spaßfaktor ist wichtig. Nicht jedes Training bereitet Freude und manchmal müssen Kinder auch daran “ erinnert “ werden. Das ist völlig  normal. Dennoch sollte Druckaufbau in jeglicher Form vermieden werden.

Viele Kinder haben Probleme mit dem Erwartungsdruck von Trainern oder den Eltern. Auch andere Ängste können sich  einstellen. Zum Beispiel die Angst vor dem  Versagen. Oder aber das Kind entwickelt von sich aus einen übertriebenen Ehrgeiz. Ich glaube, dass ist ein ganz heikles Thema. Weil sich Trainer und Eltern in falscher Sicherheit wiegen:“ das kommt alles vom Kind,  es ist so ehrgeizig…  “

Wichtig ist es, Kinder im Leistungssport diesbezüglich gut beobachten, um frühzeitig intervenieren zu können.

Ein starker Rückhalt aus der Familie sind ebenfalls wichtig.

Neben der Psyche wird auch der Körper stark belastet. Um folgenschwere Schäden zu vermeiden, sollte auf kindgerechtes Training großen Wert gelegt werden. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ihr Training kann kein vereinfachtes Erwacgsentraining sein. Kinder unterscheiden sich schon durch ihre anderen Proportionen von Erwachsen. Auch sportphysiologische Unterschiede sind vorhanden. Sie befinden sich noch in Wachstum und Reife. Dabei gehen sie ein individuelles Tempo.

Aufgrund der unterschiedlichen Entwickungsgeschwindigkeit muss auf folgendes besonders geachtet werden:

• Bedürfnisse und Interessen des Kindes

• Körperliche und geistige Voraussetzungen des Kindes

• Körperliche Entwicklung des Kindes (sensible Phasen)

Keinesfalls darf der natürliche Entwicklungsprozess durch große Trainingsumfänge negativ beeinflusst werden. Das kann sich durch verzögerter Wachstum oder eine spätere Pubertät bemerkbar machen.

Solche gesundheitliche Parameter müssen gut im Blick behalten werden.

Wichtige Grundlage zur Erhaltung der Gesundheit, ist eine bedarfsgerechte Ernährung. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass nicht nur der Energiebedarf steigt. Sondern vielmehr der Bedarf an vielen Nährstoffen, wie Mineralien und Vitaminen. Neben dem Training sollte daher auch die Ernährung gut geplant werden. Es ist sicherlich sinnvoll sich dafür gründlich beraten zu lassen.

Ich habe extra ein provokatives Beitragsbild gewählt.


Nein, unser Kleckerklein, hat noch nicht ernsthaft mit dem Radfahren begonnen. Aber er ist “ infiziert „, schließlich ist er in der Radhalle “ groß geworden“. Einige seiner Verhaltensweisen deuten aber darauf hin, dass er einen zu starken Ehrgeiz entwickeln könnte. Daher bremsen wir ihn nun etwas. Was bedeutet, wir üben jetzt nur ab und an das Radfahren. Außerdem melde ich ihn nie im Vorfeld für einen Bambini Lauf an. Wenn er Lust hat, kann er spontan mitlaufen. Das ist meist problemlos machbar, wenn man rechtzeitig vor Ort ist. Noch hat er das Gefühl des Gewinnners wenn er seine Teilnahme Medaille erhält, selbst als Letzter im Ziel. Gerade in so jungen Jahren entbrennt ein kleiner Wettstreit zwischen den Eltern. Dabei lernen alle Kinder irgendwann Radfahren oder schwimmen, es ist völlig egal ob mit 3 oder 7 Jahren. Die Motivation des Kindes etwas bestimmtes Lernen zu wollen, entscheidet darüber wann der richtige Zeitpunkt ist und nicht das Talent des Kindes.

Im Leistungsport kommt es nicht nur auf körperliche Stärken an, sondern auch auf mentale Kraft.

 

#kinder im Leistungssport

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