Weizen ( Gluten-) Unverträglichkeit

Gluten das Schreckensgespenst?

Es gibt tatsächlich eine, durch Glutenunverträglichkeit verursachte Erkrankung, mit Merkmalen einer Allergie und einer Autoimmunerkrankung.  Bestandteile von Gluten, reizen die Schleimhaut im Dünndarm, bis hin zu einer massiven, zerstörerischen Entzündung. Dadurch können Nährstoffe nur noch schlecht aufgenommen werden und es resultieren,bei 10 bis 20 Prozdnt der Betroffenen, charakteristische Symptome, wie zum Beispiel, Gewichtsverlust, Gedeihstörung, Durchfall, Übelkeit,Erbrechen, und Blähungen. Auch andere Organe können entzündlich reagieren.  Die Erkrankung ist zum Teil erblich und kann derzeit nicht ursächlich, sondern nur mit einer streng glutenfreien Ernährung behandelt werden. Diese Erkrankung heißt ZÖLIAKIE oder EINHEIMISCHE SPRUE. Eine durschnittliche, WLTWEITE Häufigkeit für diese Erkrankung wird mit etwa 1 : 270 angegeben. In Deutschland trifft es etwa einen von 500 Menschen, in den USA und Großbritannien  etwa einen von 110. Allzu frühes Zufüttern mit gertreidehaltiger Beikost scheint das Risiko für eine Zölikaie zu erhöhen. Ebenso eine Infektion mit Reoviren. Viren. Bei fast allen Betroffenen liegt eine entsprechender Genotyp vor. Diesen haben allerdings 30 bis 40 Prozent aller Menschen und er führt nicht zwangsläufig zu eiher Zöliakie. Auslöser für diese Erkrankungen können allgemein entzündungsfördernde Umstände sein, Stress, Alkoholkonsum, Infektionen, Umweltfaktoren. An den gensuen Ursachen wird noch geforscht. Tatsächlich ist es so, dass die Symptomatik individuell sehr vetschieden ist. Einige Betroffene reagieren auch auf hohe Mengen Gluten nicht und andere  bereits auf Spuren. Nur ein Fünftel der Betroffenen ht typische Beschwerden. Weshalb diese Erkrankung aufgrund ihrer Symptomatik viel seltener ( mehr als 10 mal weniger) gestellt wird, als durch ein entsprechendes Screeningverfahren.  Das ist erschreckend, denn eine unbehandelte Zölikie senkt die Lebenserwartung. Neben den offensichtlichen Zeichen durch die fehlende Nahrungsaufnahme im Darm, also gastrointestinale Beschwerden, treten weitere Mangelsymptome auf. Auch sind Zahnschmelzdefekte sehr häufig. Zur Diagnostik stehen Blutuntersuchungen auf bestimmte Antikörper zur Verfügung, allerdings muss die Diagnose mittels einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm gesichert werden. Die Erkrankung tritt gehäuft im Säuglingsalter oder zwischen dem 20 und 60 Lebensjahr auf.

Mit diesem Wissen ist es nur verständlich, dass viele Menschen, mit Verdauungsbeschwerden, Angst, vor einer unentdeckten Zölikaie haben und daher Gluten meiden wollen.  Daher gibt es auch bereits Selbstests für eigenen Diagnose : https://www.stada-diagnostik.de/selbsttest/glutenunvertraeglichkeit.html

 

 

Auch wenn nur etwa 0,5 bis 1 Prozent der Menschen eine Glutenunverträglichkeit hat, gibt es eine große Zahl von Personen, die Weizen dennoch nicht vertragen.

 

Von einer WEIZENALLERGIE sind etwa 0,1 Prozent der Europäer betroffen. Öfter findet man die Erkrankung bei Kindern unter 5 Jahren, die sich danach meist „auswächst“. Allergen wirken die verschiedenen Proteine des Weizens: neben dem Gluten auch Weizenalbumine und Weiuenglobuline. Bei der primären Form ruft der Kontakt der Weitenproteine mit der Darmschleimhaut allergische Reaktionen hervor. Allerdings kann das Einatmen von Mehl ebenfalls allergische Reaktionen in den Bronchien auslösen (Bäckerasthma), wie auch die Stäube von Roggen oder Soja. Patienten mit Bäckerasthma vertragen meistens jedoch Weizen in der Nahrung. Neben den lokalen Reaktionen, wie Magen Darm Beschwerden, treten typische allergische Reaktionen auf bis hin zum allergischen Schock. Oftmals reagiert die Haut mit Nesselsucht oder einem Neurodermitis Schub. Bei wenigen P3rsonen liegt eine Sonderform der WEIZENALLERGIE vor. Obwohl sie normalerweise Weize vertagen, kommt es nach körperlicher Belastung, z.b. Sport, Alkoholkonsum, Stress, zu heftigen allergischen Reaktionen nach dem Verzehr von Weizen. Man spricht von WDEIA (engl.: wheat dependent exercise induced anaphylaxis/dt.: weizenabhängige anstrengungsinduzierte Anaphylaxie. Diagnostisch wird die Allergie mittels Haut-,Blut und  Provokationstest erkannt.

Bei entsprechender Symptomatik aber fehlendem diagnostischen Nachweis spricht man hier von einer WEIZENSENSITIVITÄT. Allerdings besteht Weizen auch nicht bloß aus den kritischen Proteinen, wie z.B.  Gluten. Wenngleich dieses Klebeeiweiß etwa 13 Prozent des handelsüblichen Mehls ausmacht. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass dieses Klebeeiweißhäufig in Eiweißbroten oder veganen Fleischersatzprodukten (▪Seitan)  verwendet wird. Eine glutenunabhängige Weizenunverträglichkeit wird mit anderen Substanzen des Weizens in Zusammenhang gebracht. Eine Theorie beschäftigt sich mit den sogenannten Fodmaps, eine andere mit ATI.

Fodmaps (fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols) sind  eine Gruppe von Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen, wie sie in vielen Lebensmitteln vorkommen, zum Beispiel, Fruktose, Fruktane, Laktose, Galaktane, Sorbit und Mannit. In Weizen und Roggen finden sich vor allem Fructane, ein weiterers wichtiges Kohlenhydrat, neben Stärke. Jedoch kommen diese kurzen Fruktosemolekülketten, in diversen anderen Lebensmitteln vor, z.B. in Spargel , Chiccoree, Artischocke und Zwiebel.

ATI ( Analyse trypsin Inhibitoren) helfen der Pflanze Schädlinge abzuwehren und hemmen im Magen Darm Trakt verschiene Verdauungsenzyme. Moderner Weizen enthält sowohl mehr Gluten ( wegen der prima Backeigenschaften) aber auch mehr ATI. Durch die Blockade von wichtigen Verdauungsenzymen können ebenfalls Unverträglichkeiten Reaktionen entstehen.

Hinzu kommt noch, dass die Lebensmittel heute mehr Zusätze enthalten und wirtschaftlich rentabel produziert werden. So wird die Teiggärung beim Brotbacken reduziert. Jedoch ermöglicht nur eine lange Reifezeit des Teiges den Abbau vieler schwerverdaulicher Substanzen. Zudem enthalten gerade Backwaren aus dem Backautomaten Produktions optimierende Zusätze. Auch gleichbleibende  Produktqualität erfordert entsprechende Zusatzstoffe, auf die man mit Unverträglichkeiten reagieren kann.

Es macht sicherlich Sinn, es mit Getreideprodukten nicht zu übertreiben. Morgens, Mittags, Nachmittags und Abends locken jedoch gerade solche Lebensmittel aus Auzugsmehl: Cerealien,  Pasta, Brot, Süßwaren ( Kuchen und Kekse). Allein schon der Gehalt an Kohlenhydraten ist für viele Menschen einfach zu viel. Alternativ zu glutenhaltigen Getreiden gibt es eine Auswahl an sogenannten Pseudogetreiden. Diese enthalten kein Gluten. Auf glutenfreie Lebensmittel sollte man nur in Ausnahmefällen zurückgreifen und unbedingt die Zutatenliste studieren. Auch hier können eine Menge Zusatzstoffe lauern.

Glutenhaltig: Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Dinkel, Grünkern, Emmer und weitere Urgetreidesorten

Pseudo Getreide: Mais, Reis,  Buchweizen, Hirse, Amaranth, Quinoa, spezieller Hafer

Glutenfreie Backwaren mit überschaubarer Zutatenliste : https://werz.bio

 

Eine weitere Aursache für Nahrumgsmittelunvertäglichkeiten liegt beim Mikrobiom des Darmes. Also der individuellen Bakterienflora im Magen Darm Trakt. Eine gute Bakterienflora hält den Darm und insbesondere seine Schleimhaut gesund. Ernährung und Lebenstil nehmen Einfluss auf die Bakterienbesiedlung. Ungünstige Faktoren schädigen sowohl die gesunde Darmflora als auch die Schleimhäute direkt. Die Darmwand wird durchlässiger für viele Substanzen, die eigentlich nicht den Darm verlasen sollten. Man spricht vom Leaky Gut Syndrom. Oft ist dieses Phänomen Ursache für multiple Nahrungsmittel Unverträglichkeiten. Linderung kann durch eine sanfte “ Darmsanierung“ erreicht werden.

Letzlich vertragen 99 Prozent der Menschen Weizen und Weizenprodukte jedoch problemlos. 

 

Artikel beruft sich nicht auf Vollständigkeit zumal sich die Wissenschaft im Wandel befindet und regelmäßig neue Erkenntnisse gewinnt aber auch, weil die Thematik sehr tiefgründig ist.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s