Lupine als Alternative zu Soja

Lupine gehören zu den “ Schmetterlingsblühern“ , eine Untergruppe der Hülsenfrüchtler, wie auch Kichererbsen und Erdnüsse. Es gibt sie als Futter-, Zier- und Gemüsepflanze in verscheidenen Arten und sehr hübsch anzuschauen.

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Quelle: Wikipedia

Als Futter und Nahrung kommen nur Sorten in Betracht, deren Bitter- und Giftstoffe durch Züchtungen  reduziert wurden (Süßlupine).

Keine Samen von wildwachsenden Lupinen verzehren! 

Üblich ist der Anbau der weißen, blauen und gelben Lupine. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Farbe sondern auch etwas in den Nährwerten. Vielleicht liegt es daran, dass es sehr schwer ist, genaue Nährwerte zur Lupine zu finden.

In der Ernährung finden die Samen Verwendung. Diese müssen vor dem Verzehr länger (1-2 Tage) eingeweicht we den, denn das Kochen allein zerstört die enthaltenen Giftsroffe nicht vollständig. Bei den im Handel verfügbaren Lupinenprodukten ist dies schon geschehen. Allerdings ist der Geschmack von Lupinenmehl und – Grieß immer noch auffällig bis bitter.

Lupine enthält etwa den gleichen Proteinanteil wie Soja aber deutlich weniger Kohlenhydrate und Fette.

  • 100 g Lupine: 36 bis 48 g Protein, 5 g Kohlenhydrate,  4 bis 7g Fett, 15 bis 18 g Ballaststoffe,  4 bis 5 g Mineralstoffe *
  • 100g Soja: 35 bis 45 g Protein, 14,8 Kohlenhydrate,  18 bis 20g Fett, 6 g Ballasstoffe,  4 bis 5 g Mineralstoffe *

* Wikipedia

Lupinen enthalten 50 mal weniger Phytoöstrogene als Soja.

Ganz besonders interessant ist, dass die Lupine keine Purine enthält. Vor allem für Gichtpatienten stellen sie damit eine gute Eiweißquelle dar.

Lupinen haben, ebenso wie Soja und Erdnüsse, ein hohes Allergie Potential. Besonders Erdnuss Allergiker sollten vorsichtig sein. 

Trotz, Giftigkeit und Allergiepotential, sind Lupinenprodukte eine gute Ergänzung, vor allem des veganen, Speiseplans.

Genaue Nährwerte sind tatsächlich schwierig zu finden, besonders über das genaue Aminosäureprofil.  Lupinenprotein ist aber als biologisch hochwertig einzustufen. Das bedeutet, dass es alle Aminosäuren in verwertbaren Mengen liefert. Durch den Gehalt an Metheonin und Laysin lassen sich Lupine gut mit Getreide kombinieren. Aber auch für sich genommen, ist Lupinenprotein  ähnlich hochwertig wie Sojaprotein. Außerdem enthhält Lupine die Vitamine A und B1 sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Verwertbares Vitamin B12 ist, anders als in einigen Veröffentlichungen behauptet, in Lupinensamen allerdings nicht enthalten. Lupinenisolat ist frei von Ballastoffen, Fett und Kohlenhydraten.

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Quelle : https://www.researchgate.net/publication/276249998_Evaluation_of_the_chemical_composition_protein_quality_and_digestibility_of_lupin_Lupinus_albus_and_Lupinus_angustifolius

In der Tabelle sind verschiedene Lupinensorten aufgelistet.

 

Werte zu Mineralien und Vitaminen:

Hier : https://ndb.nal.usda.gov/ndb/foods/show/16077?fgcd=&manu=&format=&count=&max=25&offset=&sort=default&order=asc&qlookup=Lupine&ds=&qt=&qp=&qa=&qn=&q=&ing=

Oder hier:

Sojabohne:

 

Lupine:

 

Quelle: https://nutritiondata.self.com/facts/legumes-and-legume-products/4345/2

Lupinenprodukte findet man immer häufiger im Supermarkt. Vor Giftstroffresten braucht man keine Angst haben, die Produkte müssen diesbezüglich kontrolliert sein. Es gibt nicht nur Lupinenmehl, -Flocken, – Grieß oder – Kernies.  Sondern auch vegane Ersatzprodukte für Fleisch und Milchprodukte. Sowie diverse Brotaufstriche.

Auch für die regionale Landwirtschaft ist der Lupinenanbau günstig:
„Aus pflanzenbaulicher Sicht ist die Blaue Lupine nach Ansicht des BayWa Züchtervertrieb zu empfehlen: Lupinen verbessern mit ihren stickstoffbindenden, tiefen Pfahlwurzeln die Bodenfruchtbarkeit und -struktur. Außerdem ermöglichen sie als Vorfrucht Ertragssteigerungen von bis zu 10 % in Folgefrüchten wie Getreide oder Raps.“

 

Mehr zum Thema “ Lupine in der Landwirtschaft“:https://www.oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau/spezieller-pflanzenbau/koernerleguminosen/lupinen/

 

Lupine sind eine gute Alternative zu Soja.*

* Auch wenn sie namentlich nicht in den Blogartikeln erwähnt wurden, weil ich lange keine brauchbaren Nährstoffdaten gefunden habe.

#Nährwerte Lupine, #Lupine, #Aminosäuren , #Lupinenprotein

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